In Riga haben wir uns in der Markthalle noch mit feinstem geräuchertem Fisch, Salat und Steinpilzen für das Abendessen versorgt. Die Parkplatzsuche war dabei nicht ganz trivial und als wir einen passenden gefunden hatten, und noch unschlüssig waren, wie er zu bezahlen sei, stand schon die Politesse mit gezücktem Handy vor dem Auto. Immerhin hat sie uns dann statt eines Strafzettels erklärt, wie das in Riga geht, nämlich nicht mit der Park-App, wie wir dachten, sondern am Automaten.
Der Weg aus Riga hinaus zieht sich ganz schön, bis man endlich auf der Autobahn ist, die aber nach wenigen Kilometern zu einer Landstraße wird, aber einer gut befahrbaren. Gefühlt die Hälfte aller Fahrzeuge sind Sattelschlepper, wehe dem, der die Höchstgeschwindigkeit von 90 Km/h nicht erreicht, dem klemmt bald so ein Ungetüm an der hinteren Stoßstange und schiebt an. Mittagspause machen wir gegen 4 an einem Parkplatz, der ganz nahe an einem endlosen Sandstrand liegt.
Kleiner Exkurs: Es muss einen Reiseführer, Ferien mit Hunden, geben, der die baltischen Länder als Eldorado empfiehlt. Und es kommt nicht selten vor, dass in diesen Wohnmobilen mehr Hunde als Menschen transportiert werden, heute hatten wir z.B. 4 Dackel, die zwar teilweise an der Leine aber genauso auch ohne nicht gehorcht haben. Der Gipfel war eine italienische Familie deren Hund eine andere Familie mit Hund gleich angefallen und eine Hose zerrissen hat.
Schon in Estland, Ortsnamen ähneln nun dem Finnischen, was sie nicht leichter macht als lettische, machen wir einen Zwischenstopp , um nochmal eine kleine Wanderung durch ein großes Moorgebiet zu machen. Die Landschaft ist wunderschön, sonnig (!), denn den Regen konnten wir in Lettland abgeben. Wir üben schon mal, wie man eventuellen Bären am besten auf dünne Bäumen entkommt.









Wenige Kilometer vor Pärnu wird aus der Landstraße wieder eine Autobahn, nicht weiter erwähnenswert, wäre da nicht eine abenteuerliche Verkehrsregelung gewesen: Mit einer Schilderbrücke wird vor Elchen gewarnt, das Tempo auf 100 reduziert, dann entfällt auf wenige 100 Meter die Mittelleitplanke und es ist tatsächlich ein Zebrastreifen für Elche angelegt worden – rechts und links der Autobahn ist der hohe Zaum unterbrochen, so dass die Tiere ‘geordnet’ die Autobahn überqueren können.
Kurz darauf biegen wir von der Autobahn Richtung Strand ab und nach ein paar Metern stehen wir auf einem kleinen Parkplatz neben einem Aussichtsturm inmitten von hohem Reetgraswiesen. Außer einem schönen wolkenfreien Sonnenuntergang links, gibt es noch einen Vollmond-Aufgang rechts und dazwischen Nudeln mit Steinpilzen, ein festlicher Ausklang des Tages.























































































































