Genug Wald und Moor, Umkehrpunkt

Mehr oder weniger am nördlichsten Zipfel Estlands sind wir (zwangsläufig) umgekehrt, von nun an geht es süd-westwärts. Auf dem Weg nach Tallin wären noch mindestens 10 Wanderwege gelegen, von denen wir aber nur 2 abgelaufen sind. Der erste zum größten eiszeitlichen Findling im Laahema Nationalpark, mit fast 600 m³ ein ordentlicher Brocken, den man über eine Leiter besteigen darf. Die Moore ähneln sich natürlich und doch findet sich in jedem wieder etwas neues und sei es nur eine schwarze Ente im schwarzen Wasser, eine Mega-Mörder-Fliege, die eine Hummel erlegt hat oder ein ‘Elch’, der sich auf vielen Erklärtafeln, aber nie in freier Wildbahn aufhält.

In Tallin steuern wir den Yachthafen an, auf dessen Parkplatz man sein Wohnmobil abstellen darf, Campingplätze gibt es in Tallin und der näheren Umgebung keine. In die Altstadt kommt man aber auf einer ausgewiesenen Fahrradroute in wenigen Kilometern. Die guten Plätze an einer kleinen Wiese sind schon alle belegt und zwischen den Bootstrailern stehen wir etwas skurril und hoffen auf einen besseren Platz morgen.

Im Yachtclub sehr gut zu Abend gegessen, Kabeljauleber als Vorspeise, dann noch einen Blick hinüber nach Tallin und den obligatorischen Sonnenuntergang.

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