Estland

Die Wirtin des Restaurants am Leuchtturm in Sääre hat Geburtstag. Von einer Gästin bekommt sie einen meterlangen Aal, am Stück, mit etwas Geschenkband umwickelt.

Die Esten (die estnisch sprechen) sind sehr freundlich und man kommt, in der Schlange stehend, leicht ins Gespräch, manchmal sogar auf deutsch.

Vokale und Umlaute kommen oft gedoppelt vor, nicht nur deswegen sind die Wörter so lang, dass man sie nicht am Stück lesen kann, für die Finnen kein Problem.

Mehr Wald geht nicht.

Die Straßen sind praktisch überall asphaltiert und in einem guten Zustand. Wenn man bedenkt, wie viele Kilometer Straßen in dem Land, etwa so groß wie die Schweiz, gebaut wurden, für weniger Menschen, als in München leben, ist das eine beachtliche Leistung. Wahrscheinlich halten die Straßen auch ewig, da kaum einer darauf fährt, mit Ausnahme der Via Baltica.

Supermärkte, nicht nur in der Stadt mit breitem Angebot, haben auch Sonntags und überhaupt bis 22:00 geöffnet. 1,5 L Wasser in Plastikflaschen ist 5mal teurer als in Lettland, der 5 L Kanister ist dagegen genauso billig wie in Lettland.

Die Campingplätze sind sehr großflächig angelegt, nur die Stellplätze in der ersten Reihe füllen sich am Abend. Dauercamper gibt es nicht. Ganz wenige hartgesottene zelten.

Vereinzelt sind Radreisende unterwegs. Für die großen Distanzen gibt es kein Netz aus Nebenstraßen, es bleibt nur die von LKW stark befahrene Via Baltica, mit Aussicht auf Kiefern, Birken und viel Wald.

Auch in Estland 5G ohne Funklöcher

Die kurzfristige Wettervorhersage macht man besser selber, durch einen Blick nach draußen.