Heute sind wir viel im Pape Nationalpark gewandert. Den ganzen Tag gibt es immer wieder Schauer und nachmittags ein paar sonnige Lücken, aber es bleibt angenehm temperiert bei knapp unter 20°. Im Park ist nichts markiert und ohne gps tracks würde man nichts finden bzw. sich verlaufen bei den vielen Pfaden und Wegen die es gibt. Die Kiefernwälder sind besonders reizvoll und am Boden oft von dichtem Moos bedeckt, es finden sich natürlich Blaubeeren aber auch wilde Johannisbeeren und so etwas wie ein Marder huscht mal über den Weg. Trotz der feuchten Wärme wachsen kaum Pilze und wenn doch, haben wir nix dabei, um sie einzusammeln.










Im Pape Nationalpark gibt es auch eine Herde wilder Auerochsen und frei lebender Pferde, denen man besser nicht zu nahe kommen soll.


In den zahlreichen Sümpfen des Parks leben hauptsächlich Insekten, es überwiegen die Mücken derentwegen man besser nicht stehen bleibt. Ein paar Kormorane, Schwalben, Schwäne sieht man auch, vermutlich würde es nur in der Zeit des Vogelzugs im Frühjahr/Herbst Spannenderes zu sehen geben . Zum Fotografieren finden sich aber trotzdem reichlich Motive, so dass das Ausmisten der Bilder am Abend richtig viel Arbeit macht.






Am Nachmittag haben wir die mit 37m höchste Düne Lettlands bestiegen, naja, spektakulär war das nicht, aber dafür sind die Kiefernwälder auf und hinter den Dünen der Hingucker.
Übernachten werden wir auf einem großen Campingplatz hinter der Düne an einer namenlosen Stelle dieser endlosen Küste. Der Campingplatz gehört zu einer ganzen Ferienanlage mit Bungalows, Restaurant, Spielplatz, etc. – fast ein wenig zu geschniegelt. Aber das bestellte Abendessen wurde, verglichen mit Litauen, blitzartig serviert. Da sich die Sonne um 21:39 für ihren Untergang hinter Wolken versteckt, machen wir statt eines Sonnenuntergangs- einen Mondaufgangs-Strandspaziergang.

