Heute gab es 6 mal Regen, manchmal wie aus Kübeln und trotzdem sind wir, dank Regenradar und perfektem Timing nicht ein Mal nass geworden. Schon die ganze Nacht hatte es geregnet, zum Frühstück kam die Sonne raus und um 10 Uhr waren wir die ersten und lange Zeit einzigen Besucher im litauischen ethnographischen Museum, also im Prinzip wie ‘Glentleiten’. Auf einem riesigen Terrain verteilen sich wieder aufgebaute Bauernhäuser aus vergangenen Jahrhunderten. Leider waren fast alle Texte nur auf Litauisch und gerade die interessante Windmühle enthielt überhaupt keine Erläuterungen zu der Funktionsweise der Mühle. Nach einem großen Rundgang durch mehrere Ensembles, die teilweise zur Besichtigung offen standen (allenfalls ‘bewacht’ von stummen, fast stoischen Litauerinnen), kehrten wir, dem Regenschauer entkommend, in das hübsch eingerichtete Dorf-Café ein und bestellten landestypische Zeppeline (praktisch ein länglicher Kartoffelknödel mit Fleischfüllung und Speckstückchen darüber gestreut) und sowas ähnliches wie Spare Ribs. Trotz Übersetzung mit Google Lens ist es ein Überraschungspaket, was dann serviert wird – aber wir wurden nicht enttäuscht. Während wir es uns schmecken ließen, füllte sich das Lokal mit nassen Touristen. Als die Sonne wieder hervorkam, hatten wir den Kaffee auch schon getrunken und besahen uns weitere Bauten, Kirche, Schule und ehemalige Geschäfte.





Dann begann ausnahmsweise das Programm des Gatten: 1 kostenlose Fahrstunde für die Gattin bis zum nächsten Campingplatz, ca. 80 Kilometer, angefangen mit dem Einparken auf dem Supermarkt, einigen Kilometern Autobahn, garniert mit Starkregen und Baustellen, dann eine schmale Landstraße und noch ein Stück Waldweg bis zum ‘schönsten Campingplatz Europas’ (zumindest laut Google Bewertung). Bei Sonnenschein haben wir auf einer ebenen, saftigen Wiese in einer Waldlichtung nebst einem Teich einen wirklich perfekten Platz gefunden.





Als alles eingerichtet war, begann es wieder zu kübeln, nur das Handy wurde nass, hat es aber überlebt. Unser nächstes Ziel morgen wird die Wasserburg von Trakai sein, die soll ja regelmäßig gewässert werden. Das wird über Nacht fortgesetzt…
